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a r c h i v

Im Namen der Anderen.
Die Zeit 68ff.

03. Mai - 28. Oktober 2005

Zur Podiumsdiskussion (vom 3. Oktober 2005) im Rahmen der Ausstellung erschien eine DVD mit der Aufzeichnung der Diskussion.
Mit Indulis Bilzenz (Mitbegründer der TAZ), Wolfram Burger (Architekt, Rote-Punkt-Aktion), Manuel Soubeyrand (Intendant der WLB Esslingen, Ziehsohn von Wolf Biermann), Ellen Blumenstein (Mitkuratorin der RAF-Ausstellung Berlin), Ulrich Bernhardt (Künstler, Aktivist in der 68er Bewegung), Peter Grohmann (Autor, Hrsg. von Die Anstifter). Moderation Jürgen Schmitz (SWR Stuttgart).
Preis: 50 Euro
Bei Interesse bitte Tel.: Rosy Albrecht 0162 - 86 65 908 oder Mail an: rosy.albrecht@off-raum.de




Künstler und ihre Exponate (alphabetisch):


Rosy Albrecht & Susanne Parth, Mythos 68, 2005, Videoinstallation


Rosy Albrecht
geboren 1954 in Stuttgart
Studium an der Freien Kunstakademie Nürtingen
2000 Atelierstipendium der Stadt Esslingen
Projekte
2000 Gründung des Künstlerhausprojektes
2003 Gründung der Produzentengalerie „Bonus d’ escargot“
2003- 2005 Dreharbeiten für den Film „Schattenmorellen“ in Zusammenarbeit mit Susanne Parth
2004 Beratendes Mitglied für den Gemeinderat im Kulturausschuss.
Jurymitglied „Bahnwärterhaus-Stipendium“ für bildende Künstler und Schriftsteller.
Kunstkommission Villa Merkel.
2005 Gründung des off-raums in Esslingen a.N. in Zusammenarbeit mit Susanne Parth
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Esslingen a.N.

Susanne Parth
geboren 1967 in Osnabrück
Studium an der Freien Kunsthochschule Stuttgart
Studium Pädagogik an der Universität Tübingen
Studium Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Tübingen
Seit 1999 freischaffende Kulturjournalistin, Herausgeberin eines Kulturmagazins
Seit 2000 gemeinsame Projekte mit Rosy Albrecht
Seit 2001 Mitglied der Künstlergruppe B-Plan-Projekt
Seit 2002 Dissertation in Kunstgeschichte an der Universität Tübingen
Lebt und arbeitet in Tübingen



Sue de Beer, Hans & Grete, Still mit Lena Lanzemis, 2002/2003


1973 geboren in Tarrytown, USA
1995 Parsons School of Design, New York, NY, B.F.A., 1995
1998 Columbia University, New York, NY, M.F.A., 1998
Awards:
1998/99 The Franklin Furnace Fund for Performance Art
1997 1997 Joan Sovern Award for Excellence in Sculpture
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in New York und Berlin



Ulrich Bernhardt
geboren in Tübingen
freischaffender Künstler und Filmautor
lebt und arbeitet in Stuttgart
Studium an der Staatlichen Akademie
der Bildenden Künste, Stuttgart
1978-86 Künstlerischer Leiter des
Künstlerhauses Reuchlinstraße, Stuttgart
1987 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1993 Stipendium von BW und Rhone Alpes in ART 3 in Valence
Werkteile:
seit 1973 Arbeiten mit Film und Video
seit 1978 Videoinstallationen
seit 1981 Rauminstallationen
seit 1985 Arbeiten mit Raum-Zeit-Phänomenen
in der Fotografie
seit 1989 Panoramen, Fotosequenzen und Filmfriese
seit 1999 lichtkinetische- Objekte & Skulpturen
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Stuttgart

Ulrich Bernhardt, Jürgen Holtfreter ,Alle reden vom Wetter. Wir nicht, 1973
Plakat des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS).
In ironisierender Weise wird hier auf ein Plakat der Deutschen Bundesbahn Bezug genommen, das denselben Slogan verwendet.




Klaus vom Bruch & Marjam Oskoui, Ulrike. Das Video.


Klaus vom Bruch
1952 geboren in Köln, lebt in München
1975-76 California Institute of the Arts, Valencia, Kalifornien
1992-98 Professur für Medienkunst, HfG Karlsruhe
seit 1999 Professur für Medienkunst, Akademie der Bildenden Künste, München
2000 Fellow Professor Columbia Universität New York
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in München

Marjam Oskoui
1966 geboren in Giessen/Germany
1998 MFA California Institute of the Arts
Seit 2001 Assistentin Medienkunst Akademie der Bildenden Künste München
2002 Arbeitsstipendium Kunstfonds, Bonn
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in München


Felix Droese, 2. Juni 1972, 1972-1973
1950 geboren in Singen/Hohentwiel
1970 - 1976 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse Peter Brüning und arbeitet auch in der
Beuys-Klasse.
1982 Förderpreis für junge Künstler des Landes NRW
1986 Professur an der Städelschule in Frankfurt am Main, die er nach einen Wintersemester selbst wieder
kündigte.
1996 Art multiple-Preis, Düsseldorf. Dröse ist für seine Multiples (z. B. 5 DM "Dafür gab ich meine Unschuld")
bekannt.
2003 Aldi-Kunstaktion, bei der der Discounter signierte Drucke von sieben Künstlern in einer Auflage von je
20.000 verkaufte.
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Mettmann, Nordrhein-Westfalen


Günter Guben, Auf der Frankfurter Buchmesse 1969 (li. unten) Titelblatt des „Spartacus“ Thema 'eros' (re. unten)

1938 geboren in der Mark Brandenburg
Aufgewachsen in Hamburg
Ausbildung als Lithograph
Privatstudien bei den Malern Huhnen und Ullmann
1959-1962 Studium der Photographie, Film- und Fernsehtechnik (Staatsexamen) sowie Kunstgeschichte
1962-1963 Photoreportagen für Zeitschriften und freie Graphik
1963-1970 in der Werbung tätig
1966-1969 Redakteur und Lektor der von Horst Bingel herausgegebenen ‚STREIT_ZEIT_SCHRIFT’
1973-1977 Betrieb der EDITION APPA APPA
Seit 1990 wieder ausschließlich als Autor arbeitend
Bis 2003 hauptberuflich als Regisseur im Kulturbereich des
Bis 2003 hauptberuflich als Regisseur im Kulturbereich des Südwestrundfunks in Stuttgart
Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS).
Seit 2004 erster Vorsitzender des Stuttgarter Schriftstellerhauses.
Aktionen:
1968-1973 Realisation von ‚M.AK.E.s’ (optisch-akustische Enviroments) in zahlreichen Städten der BER
1969 Frankfurt, Buchmesse, Körper-Enviroment „Ich freue mich, daß ich Dichter bin“
1973 3. Juli, Pantomime im ZDF („Aspekte“)
Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen und in über 80 Anthologien.
12 Hörspiele sowie Feature- und andere Radio-Texte.
Kunstkritiken und Rezensionen.
Publikation von bislang 7 Büchern.
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Esslingen am Neckar.


Klaus Staeck, Nr. 12a Juso beißt wehrloses Kind,1972

1938 geboren in Pulsnitz, Sachsen
Auszug aus der Biographie (Projekte):
1963 nach der Organisation eines Studentenaustausches zwischen den Universitäten Heidelberg und Leipzig
erste Besuche vom Verfassungsschutz, weil die damalige Bundesregierung zwar verbal für Ostkontakte eintrat,
jede praktische Betätigung auf diesem Gebiet aber verfolgte
1964 erste Holzschnitte (bis 1967)
1965 Gründung des Produzentenverlags Edition Tangente
(jetzt: Edition Staeck)
1967 bis 1969 Kunsttutor der Studentenhochhäuser am Klausenpfad
1968 erste gemeinsame Arbeit mit Joseph Beuys
1970 1. Zille-Preis für sozialkritische Grafik in Berlin
Mitbegründer der IKI (Internationale Kunst- und Informationsmesse) Düsseldorf/Köln (heute: Art Cologne)
Beginn der Zusammenarbeit mit Gerhard Steidl
1971 Aufruf gegen die Exklusivität des Kölner Kunstmarkts (mit Joseph Beuys und Erwin Heerich), erste
Plakataktion zum Dürer-Jahr in Nürnberg (»Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?«)
Gastdozentur an der Gesamthochschule Kassel
Teilnahme an der »experimenta 4« in Frankfurt
1972 kreiert das »Deutsche Kunstsiegel«
produziert im Bundestagswahlkampf etwa 1 Million Plakate, Postkarten und Aufkleber, das Plakat »Deutsche
Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen« erscheint allein in einer Auflage von 70.000
Exemplaren, er wird von der CDU in die ersten Prozesse verwickelt (inzwischen ist 40-mal vergeblich versucht
worden, ein Plakat verbieten zu lassen)
1973 Vorsitzender des mit Joseph Beuys gegründeten Vereins »Freie Hochschule für Kreativität und
interdisziplinäre Forschung«
Lehrauftrag an der Universität Gießen – Fachbereich Kunsterziehung
1974 im November kommt es anlässlich einer Ausstellung im Londoner Institute of Contemporary Art (ICA) unter
Beteiligung des Goethe-Instituts im Rahmen des Deutschen Monats zu einem Eklat, als ein CSU-Abgeordneter
gegenüber Bundesaußenminister Genscher Anstoß nimmt, worauf Genscher die Ausstellung der Staeck-Plakate
nachträglich offiziell mißbilligt, breite Solidarität mit Staeck, als sich Heinrich Böll für ihn einsetzt
1976 am 30. März kommt es zum »Bonner Bildersturm«, als aufgebrachte »Abgeordnete der CDU/CSU unter
Führung des späteren Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger anlässlich einer Ausstellung von Staeck-
Plakaten in der Parlamentarischen Gesellschaft in Bonn einige Plakate von den Wänden reißen. Der Vorgang
wird in über 1.500 Presseberichten kommentiert, über 100 Ausstellungen schließen sich an, dabei kommt es aber
auch zu über 50 Ausstellungsverhinderungen
Förderpreis der »Intergrafik« »Berlin (DDR)
1979 Kritikerpreis in Berlin und Goldmedaille der 4. Biennale für Fotomontage in Grudziadz/Polen
Gründung der Bürgerinitiative »Aktion für mehr Demokratie«
1981 Beginn der Aktion »Wir schreiben nicht für Springer-Zeitungen« mit Peter Rühmkorf, Günter Grass, Heinrich
Böll und Walter Jens
1. Preis der Internationalen Poster-Biennale in Lahti/Finnland
1981/1982 Gastprofessur an der GHS Universität Essen
1983 Mitglied im Beirat der Humanistischen Union
Großveranstaltung »Verteidigt die Republik« in der Essener Gruga-Halle mit Heinrich Böll, Dieter Hildebrandt
u.v.a.
1984 begleitet zusammen mit Joseph Beuys den Sprayer von Zürich, Harald Naegeli, vor seinem Strafantritt an
die Schweizer Grenze
1992 Organisation der 3. Bitterfelder Konferenz zusammen mit Eugen Blume und Christoph Tannert
1994 Projekt FLAGGE ZEIGEN
1996 Gustav-Heinemann-Bürgerpreis
1998 Initiative »Raus aus dem Stau«; »euroVISIONEN« zusammen mit Jack Lang in Berlin
1999 Kulturgroschen des Deutschen Kulturrates
2003 "Nicht in unserem Namen"
Internet-Aktion gegen den Irak-Krieg
seit 2004 Mitglied des Kultursenats des Landes Sachsen-Anhalt
41mal wurde erfolglos versucht, Plakate und Postkarten juristisch verbieten zu lassen.
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Heidelberg
Kontakt:
www.klaus-staeck.de


Matthias Wähner, Mann ohne Eigenschaften / Man without qualities, 1994
(40-teiliger Fotozyklus, digitale Retusche)


1953 in Berlin geboren
1972-80 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Kunstpädagogik an der Ludwig-Maximillians-Universität
München und an der Akademie der Bildenden Künste München
1988 Werkstipendium des Kunstfonds, Bonn
1989 Stipendium für Zeitgenössische Deutsche Fotografie, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen
1992 Bayerischer Staatspreis für Bildende Kunst,
München
1995 Arbeitsstipendium des Kunstfonds Bonn
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in München
Kontakt: http://www.matthias-waehner.de

... „Wie nicht anders zu erwarten, hat der kalkuliert respektlose Umgang mit affektiv hoch besetzten Bildikonen und verbürgten zeitgeschichtlichen Szenerien verstörte und beleidigte Reaktionen zur Folge gehabt. Die Bilder sind offenbar zwischen politisch korrekte Fronten geraten und haben Unordnung gebracht in weltanschauliche Schrebergärten, weil sich der ebenso unbekannte wie unwillkommene Mensch auf ihnen offenbar in die Intimität jener Sphäre hineingedrängt hat, wo der private Haushalt negativer wie positiver Identifikationen gehütet wird. Ein schönes Ergebnis. Denn ob sich Wähner in den Vordergrund einer säkularisierten Altarszene wie Willi Brandts Kniefall in Warschau drängelt, sich in die Reihe der anonymen BKA-Finstermänner schmuggelt, die Ulrike Meinhof verhafteten, mit empfindsamer Miene an der makabren Bahre Che Guevaras steht, mit Klaus Barbie oder Uwe Barschel plaudert, oder aber ob er Hand in Hand mit Brigitte Bardot über die Wiese läuft, bei Simone de Beauvoir im Wohnzimmer sitzt, sich neben Kaiser Bokassa auf dem Sofa räkelt oder mit dem Schah von Persien baden geht - immer kommentiert die Manipulation kritisch das Pathos und den negativ oder positiv akzentuierten Devotionaliencharakter der fotografischen Vorlagen, unterwandert und ironisiert die mit der Zeit in den Köpfen abgelagerten verbindlichen Interpretationen der Motive.“
Aus: „Fälscher im Devotionalienkabinett. Über Matthias Wähner und seine Kunst”, von Heinrich v. Berenberg, Freibeuter Nr. 60, Juni 1994, Verlag Klaus Wagenbach


Presse





off-raum – Rosy Albrecht & Susanne Parth, Damaschkestr. 24, 73730 Esslingen a.N.
Rosy Albrecht 0162 86 65 908, rosy.albrecht@gmx.de Susanne Parth 0160 150 38 26, susanne.parth@kultura-extra.de
www.kuenstlerhaus-esslingen.de


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